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- Novembre 2002
Formation de fonctionnaires stagiaires Poste au choix " Informatique juridique " à l'Institut für Rechtsinformatik
Referendarausbildung - Wahlstation "Rechtsinformatik" am IFRI
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Das Konzept für Praktika am ERID
Das Promotionsstudium der Rechtsinformatik bietet die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren, in deren Rahmen die Studierenden des DEA über Themen aus der Rechtsinformatik arbeiten. Im Verlauf dieser Arbeiten werden von den Mitgliedern des Teams Informatik-"Produkte" realisiert, die auf deren Auswahl beruhen und mit der künftigen beruflichen Orientierung zusammenhängen.
Das Themenspektrum ist weitgefächert: Die Arzthaftung, das Recht der Personen, das Zivilprozessrecht oder die Informatik-"Güter" sind Anlass für juristische Studien im strengen Sinne des Wortes, aber auch für Analysen der beim Entwurf von Multimediawerken bestehenden einschränkenden Rahmenbedingungen. Diese Art der Informationsverarbeitung wurde für das Praktikum "Enzyklopädie der Informatik-Güter" realisiert. Das Projekt, das vor drei Jahren seinen Anfang nahm und in mehreren Etappen durchgeführt wurde, kann heute online konsultiert werden:
http://www.univ-montp1.fr/erid/htm/encyclo.htm
Das Studium der Rechtslage bezüglich der Datenbanken und der Computerprogramme bot sich natürlich wegen der thematischen Zielsetzung des Praktikums an. Anschließend wurde das zu behandelnde Sachgebiet modelliert, um die zu studierenden Module festzulegen, und dies in Abhängigkeit von den Notwendigkeiten, die sich aus der Auswahl der Software für die Konzeption der Enzyklopädie-Datenbank ergaben. Erarbeitet wurde der Inhalt zuerst mit FileMaker, dann - um ihn online zu stellen - unter PHP und MySQL. Seitdem hat sich die Enzyklopädie schrittweise in Richtung neuer Themen im Zusammenhang mit den Informatik-Gütern und dem Internet entwickelt.
Beginnend mit der Auswahl des Themas wird die Redaktionsarbeit durch das Prinzip bestimmt, dass verschiedene Zielgruppen in der Lage sein sollen, die Datenbank zu konsultieren. Juristen, Praktiker, Studenten, Anfänger haben den Wunsch, Zugang zu einer Information zu erhalten, die, wenn sie auch nicht völlig personalisierbar ist, sich doch als nützlich erweist. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, sich zugleich propädeutisch und theoretisch adäquat auszudrücken, und zwar mit maßgeschneiderten bibliographischen Nachweisen. Die darin liegende redaktionelle Ausbildung ist deswegen besonders wichtig, weil sie zur Entwicklung eines kritischen Gespürs bei den Studierenden beiträgt, von denen viele ein Doktorat anstreben. Zugänglichkeit und Navigation müssen anschließend die Verbindung zwischen oft wechselseitig von einander abhängenden Gegenständen sicherstellen. Tatsächlich sind juristische Analyse und Informationsverarbeitung eng miteinander verbunden und erlauben es jedem im Projekt, die Kompetenzen praktisch umzusetzen, die im Rahmen des Doktoratsstudiums erworben werden.
Die geforderte Arbeit besteht darin, jede Argumentation auf anerkannte juristische Prinzipien, Lehrmeinungen oder existierende Rechtsprechung zu stützen. Den einzelnen ist großer Freiraum bei der Abfassung ihrer Arbeit gegeben: Auswahl der Quellen, Freiheit der Meinung. Die Herausforderung dieser Praktika besteht darin, dass den Studierenden die Durchführung eines Projekts übertragen wird, das ihnen gehört, und zwar während der gesamten Dauer des DEA. Von den Professoren und den Doktoranden zweckmäßig begleitet sind diese Arbeiten auch daraufhin angelegt, Teamfähigkeit zu erlernen. Diskussionen über Ideen, Initiativen, Verteidigung der eigenen Auswahl und Redebeiträge sind so die Elemente, die es jedem und jeder erlauben, die eigenen Kompetenzen unter Beweis zu stellen, aber auch Kontakt mit den anderen herzustellen. Es ist dies auch der Geist für den Gedankenaustausch in dem gemeinsamen Internet-Projekt von ERID und IFRI. Ziel ist es, die Studierenden miteinander ins Gespräch zu bringen, zu gegenseitiger Unterstützung und Anregung im Kontakt mit einer jeweils anderen Art des juristischen Denkens und zugleich einer anderen Kultur.
Frau Caroline Delrue Doctorante, allocataire de recherche
Übersetzung vom Französischen ins Deutsche: Frau Agnès Oberski Doctorante (email:agnes.oberski@laposte.net)
Stand der Bearbeitung: 01.02.2002
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